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Go with the Flow

Minimalerie Go with the Flow Fuesse hoch

wikipedia: Flow (englisch für „fließen, rinnen, strömen“) bezeichnet das als beglückend erlebte Gefühl eines mentalen Zustandes völliger Vertiefung (Konzentration) und restlosen Aufgehens in einer Tätigkeit („Absorption“), die wie von selbst vor sich geht – auf Deutsch in etwa Schaffens- bzw. Tätigkeitsrausch oder auch Funktionslust.

Erwartung und Loslassen

„Funktionslust“ also. OK! Funktionslust erlebte ich in diesem Sommer an ungeplanter Stelle. Ich verbrachte ein paar Wochen in einem schönen Ferienhaus am Meer und hatte mir vorgestellt, dass ich wie im letzten Jahr in Dänemark täglich das Skizzenbuch auf den Knien haben und weiter meine Hasengeschichten (von denen berichte ich euch demnächst mal) zum Leben erwecken würde. Jedoch nur mit Widerwillen kletterte einer von ihnen übers Papier und hisste dort die Dannebrog zur Ankunft. Dann war Ende mit Zeichnen. Die Hasen wollten nicht. Und ich wollte keine Hasen.

Was nun? Gehen wir an den Strand? Essen wir noch ein Soft Ice? Ach, halten wir einfach das Gesicht in die Sonne. Auch schön.

Minimalerie Go with the Flow Modelliermasse

Funktionslust. Tätigkeitsrausch. Flow.

An einem Morgen öffnete meine Tochter ein Paket selbsttrocknender Modelliermasse, das sie mit im Gepäck hatte. Und dann ging sie los: die Funktionslust. Der Tätigkeitsrausch. Der Flow. Von ganz allein. Ohne Anstrengung. Ohne klebriges „Ich muss.“. Nur mit duftigem „Ich darf.“. I. Just. Went. With. The Flow. Am Morgen die Augen aufgeklappt, die Kaffeemaschine angestellt, auf die Terrasse gesetzt und ran an den Modellierklumpen. Die Vertiefung in die Figuren, die dem Material entsteigen, die Lust am Machen, das Wundern über die Ergebnisse. Diesen natürlichen Sog zu erleben bedeutet für mich die höchste Glückseligkeit. Hach!

Minimalerie Flow in Daenemark Modelliermasse Minimalerie Flow in Daenemark Modelliermasse

Meine Flow-Helfer

In den Tagen am Meer habe ich meine Flow-Helfer (wieder-)erkannt:
Das Loslassen des Plans. Die Offenheit für das, was da kommen will. Der Luxus der kleinen Langeweile, die so kostbar ist. Die Schultern runter. Die Füße hoch. Und das „Ich muss gar nichts“.

Let it go. Let it flow,
Anne

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